Blogeintrag 16

Nigeria TEIL 4: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling

Am vierten Tag ging es früh am Morgen weiter in Richtung Gembu, der letzten Stadt vor der Grenze zu Kamerun. Zirka 380 Kilometer mussten wir an diesem Tag meistern. Da der direkte Weg wegen schlechter Straßenverhältnisse zu riskant war (unser Visum lief bald aus), fuhren wir einen Umweg über den Ort Bali. Die ersten 280 Kilometer waren guter Asphalt und es ging zügig voran, auch bei den Checkpoints wurden wir meistens durchgewunken. Zirka 100 Kilometer vor Gembu (Taraba State) zeigte sich Nigeria plötzlich von einer ganz anderen Seite als im Rest des Landes, oder zumindest in dem Teil des Landes, den wir bei unserer Durchfahrt gesehen haben. Es führte eine Passstraße rauf auf das Mambilla-Plateau, der höchste Punkt lag auf 1800 Meter. Am Plateau angekommen realisierten wir, dass das Auenland überraschenderweise nicht in Mittelerde liegt, sondern in Nigeria und machten uns auf die Suche nach Frodo …

Am späten Nachmittag erreichten wir Gembu, wo unsere Freunde aus Kanada und der Schweiz schon auf uns warteten. Ich war erleichtert, der härteste Teil war nun geschafft. Wir tauschten uns etwas aus und machten einen Plan für die Weiterfahrt. Die drei hatten am Vortag schon Kontakt zu Polizei und Zoll in Gembu aufgenommen, so wussten wir bereits, wo wir unsere Ausreiseformalitäten abwickeln können.

Frühmorgens um 7 verließen wir das Hotel und machten uns auf den Weg zur nahe gelegenen Polizeistation und anschließend zum Zoll, wir mussten das Carnet de Passage auch wieder ausstempeln lassen. Alles ging recht zügig, man sagte uns aber, dass der direkte Weg nach Kamerun nicht machbar ist, die Straße sei zu schlecht, deshalb müssen wir einen Umweg fahren. Ein Beamter vom Immigration Service fuhr im Auto mit Joris mit und zeigte uns den Weg. Am Ende war die Fahrt zur Grenze noch einmal eine ganze Tagesetappe.  

Hier einige Eindrücke …

Am Abend unseres fünften Tages erreichten wir dann endlich die Grenze zu Kamerun.

In fünf Tagen durch Nigeria zu fahren bedeutet zehn bis zwölf Stunden Fahrt pro Tag. Es war anstrengend, aber alles lief gut. Spannend geht es im nächsten Beitrag weiter …

Hier seht ihr unsere Reiseroute durch Nigeria:

Zufriedene Grüße aus Yaoundé,

A+K

Kategorien: Nigeria

1 Kommentar

Robert · 7. August 2018 um 0:19

So cool👍

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*